PRESSEMELDUNG

Dienstag - 17. November 2015
Leverkusener Abendgespräch: Dr. Ernst Grigat zog vor Journalisten Bilanz
Unternehmen investieren in diesem Jahr mehr als eine halbe Milliarde Euro in den Chempark Leverkusen
Standortimpression aus dem Chempark Leverkusen
Leverkusen – Der Chempark Leverkusen blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2015 zurück. Die 51 ansässigen Unternehmen investieren weiterhin in den Standort und setzen hiermit wichtige Impulse für die Zukunft. Im Jahr 2015 waren es 307 Millionen Euro Investitionen und zusätzlich rund 225 Millionen Euro für Instandhaltungen. Insgesamt floss also mehr als eine halbe Milliarde Euro in den Standort Leverkusen. Das ist deutlich mehr als im Vorjahr. „Das große Investitionsvolumen stimmt mich sehr zuversichtlich. Es zeigt, dass sich der Chempark nach wie vor auf einem guten Weg befindet“, betonte Chempark-Leiter Dr. Ernst Grigat beim „Abendgespräch“ vor Journalisten am 17. November 2015.

Die Mitarbeiterzahl ist stabil: Im Chempark Leverkusen waren zum Stichtag am 30. September 27.695 Menschen beschäftigt. Davon arbeiteten 6.328 Mitarbeiter für Fremdfirmen. Die Zahl der Stammbelegschaft sank leicht von 21.630 auf 21.367. „Die unverändert sehr große Zahl an Arbeitsplätzen am Standort ist von erheblicher Bedeutung auch für das direkte Umfeld. Im Chempark wird eine Nettolohnsumme von rund 770 Millionen Euro generiert. Da die meisten Beschäftigten in der Nachbarschaft des Standortes wohnen, geben sie auch hier wieder das Geld aus“, so Grigat.

LANXESS treibt Neuausrichtung zügig voran und investiert in Leverkusen

Der Spezialchemie-Konzern LANXESS hat im Jahr 2015 seine Neuausrichtung beschleunigt und damit die Basis für einen neuen strategischen Fokus gelegt. „Nachdem wir die wesentlichen strukturellen Probleme gelöst haben, können wir uns nun wieder auf Wachstum konzentrieren“, erklärt LANXESS-Vorstandsvorsitzender Matthias Zachert. LANXESS werde ein profitablerer und weniger zyklischer Spezialchemie-Konzern – mit einem ausgewogenen Portfolio von Qualitätsprodukten und mit Wachstumspotenzial. Zur neuen Wachstumsplattform gehören unter anderem die auch in Leverkusen ansässigen Geschäfte mit chemischen Zwischenprodukten und Additiven, Agrochemikalien sowie Spezialchemikalien für die Wasseraufbereitung, den Materialschutz oder die Lederindustrie. Beschlossen ist bereits der Ausbau der Produktion des Geschäftsbereichs Saltigo am Standort Leverkusen. Dort investiert der Konzern nun rund 60 Millionen Euro in den Bau von zwei neuen Produktionslinien, vor allem für Agrochemikalien. „Unsere Verbund-Standorte in Deutschland sind auch in Zukunft ein wesentlicher Erfolgsfaktor für LANXESS. Das unterstreichen wir mit dieser ersten großen Investition im Rahmen der Neuausrichtung deutlich“, so Zachert. Der Baubeginn ist für Mitte 2016 geplant, die Produktion soll Ende 2017 aufgenommen werden.

Supply-Center-Investitionen von Bayer HealthCare sichtbar geworden

Deutlich sichtbar geworden sind mittlerweile die Aktivitäten von Bayer HealthCare: Im südlichen Werksteil werden bis 2020 insgesamt rund 150 Millionen Euro in den Umbau eines bestehenden Produktionsgebäudes inklusive einer neuen Reinraum- und Gerätetechnik investiert. Im Supply Center Leverkusen wird dann eine neue Parenteraliafertigung für rekombinante Faktor-VIII-Präparate zur Behandlung der Bluterkrankheit in Betrieb genommen werden. Parenteralia sind sterile Wirkstoff-Zubereitungen, die zur Injektion, Infusion oder Implantation in den menschlichen oder tierischen Körper bestimmt sind. Durch die Neuinvestitionen werden hier mittelfristig bis zu 60 neue Arbeitsplätze geschaffen.

Bayer investiert zudem weiter in die Infrastruktur am Standort – beispielsweise in ein neues Parkhaus am BayKomm. Im vierstöckigen Gebäude entstehen 406 Stellplätze, der Großteil davon für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Weitere Innen- sowie zusätzlich 56 Außenparkplätze stehen Gästen zur Verfügung. Mit dem Parkhaus erhöht sich sowohl die Attraktivität der umliegenden Büroarbeitsplätze als auch die des BayKomms für Besucher.

Erfolgreicher Start von Covestro

Äußerst ereignisreich war das Jahr 2015 für ein großes Unternehmen, das in Leverkusen seinen Sitz hat: Der Werkstoffhersteller Bayer MaterialScience wurde zu einer eigenständigen Gesellschaft, die unter neuem Namen einen erfolgreichen Börsengang unternahm. Der bisherige Bayer-Teilkonzern heißt seit September Covestro. Das neue Logo des Unternehmens steht auch auf einer Freifläche an der Rückfront der Covestro-Hauptverwaltung im Gebäude K 12.

Düker-Bau: Rohrvortriebsverfahren startet in Kürze

Die Vortriebsarbeiten für einen neuen Rohrleitungstunnel (Ersatzdüker) unter dem Rhein in Höhe von Köln-Merkenich werden in diesem Winter starten. Die Chempark-Standorte Dormagen und Leverkusen sind seit Jahrzehnten mit einem Leitungsbündel zum Transport von Rohstoffen miteinander verbunden. Die Verbundstruktur zwischen den Produktionsstandorten gewährleistet die zuverlässige Versorgung der Betriebe im Chempark mit den verschiedenen benötigten Stoffen wie Wasserstoff, Erdgas, Kohlenmonoxid und Stickstoff. Um weiterhin eine sichere Versorgung zu garantieren, findet im Rahmen von Instandhaltungsmaßnahmen eine Erneuerung des Tunnels statt. Hierbei werden Eingriffe in die Natur durch einen Bau im unterirdischen Rohrvortriebsverfahren auf ein Minimum reduziert. Die Currenta-Investition liegt im niedrigen zweistelligen Millionenbereich.

Currenta investiert 6,5 Millionen Euro in neues Behandlungsverfahren

„Schleudern statt pressen“: Auf diese Aussage könnte man das neue Verfahren, mit dem die Kläranlage in Leverkusen seit Kurzem arbeitet, vereinfachen. Wo bisher mehrfach am Tag manuell gepresst werden musste, um den Klärschlamm zu entwässern, läuft nun alles vollautomatisch. Im Mittelpunkt des neuen Klärschlamm-Behandlungsverfahrens, in das Currenta rund 6,5 Millionen Euro investiert hat, stehen drei neue Zentrifugen, die zukünftig das bisher genutzte Kammerfilter-Pressverfahren ersetzen.

Funktionierende Infrastruktur im Umfeld des Chempark unabdingbar

Eine gut funktionierende Infrastruktur ist die Basis für alle weiteren Geschäftsaktivitäten; sie ist daher für die Chempark-Standorte überaus wichtig. „Dies gilt insbesondere auch für die Brücken-Situation in unserem Land“, so Grigat. „Wenn solche Mängel wie die an der Leverkusener Brücke nicht kurzfristig beseitigt werden, könnte das ansonsten positive Image unseres Landes auf Dauer Schaden nehmen. Im Klartext bedeutet das, dass Investitionen woanders gemacht werden und damit die Wertschöpfung und die Arbeitsplätze woanders hingehen. Wir können nur immer wieder an die Politik appellieren, in notwendige infrastrukturelle Projekte zu investieren.“

Anzahl der Auszubildenden im Chempark auf hohem Niveau

Wie in den Jahren zuvor, so wurde auch 2015 weiterhin stark in den Nachwuchs investiert. Mit der erhöhten Anzahl von Ausbildungsplätzen und einer hochwertigen Ausbildung will der Chempark jungen Menschen gute Zukunftsperspektiven eröffnen. Gerade im Hinblick auf den demografischen Wandel und den daraus resultierenden Fachkräftemangel hat die Ausbildung einen überaus hohen Stellenwert bei den im Chempark produzierenden Unternehmen.

Das Ausbildungszentrum Leverkusen bildet zurzeit 1.183 Azubis im Auftrag von Currenta, TECTRION, Bayer, Covestro, LANXESS und der Ausbildungsinitiative Rheinland aus. „Damit liegen wir weiterhin auf einem hohen Niveau“, freute sich der Chempark-Leiter. Wem der Sprung in die Berufsausbildung nicht auf Anhieb gelingt, erhält die Chance über das „Starthilfe-Programm“. An diesem zwölfmonatigen Förderprogramm nehmen in diesem Jahr 58 junge Menschen teil.

Es „wimmelt“ im Chempark

Besonders positive Rückmeldung gab es in diesem Jahr zum erstmals aufgelegten Chempark-Wimmelbuch „Nachbarschafft erleben“. Die Protagonisten Max und Marie entdecken auf fünf Doppelseiten die Welt des Chempark. Das Buch bildet detailreiche Szenen und Geschichten aus der Welt der Chemie ab und bringt somit schon den Kleinsten die chemische Industrie näher. Auch bei Mitarbeitern erfreut sich das Buch größter Beliebtheit – so lässt sich anschaulich der eigene Arbeitsplatz erklären.

Besucherzahlen im Chempark

Guter Nachbar und guter Gastgeber – das ist der Chempark. Im Jahr 2015 konnten rund 13.500 Besucher gezählt werden – davon allein 8.800 am Standort Leverkusen –, darunter Nachbarn, Lehrer, Schulklassen, Politiker, Wissenschaftler. Besonders begehrt sind die regelmäßig samstags angebotenen Bustouren über das Werksgelände. Alle Rundfahrten – mit insgesamt 760 Teilnehmern – waren in kurzer Zeit ausgebucht.

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Zukunftsgerichtete Aussagen
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